Deutschland ist Türkeis größter Handelspartner in Europa mit einem bilateralen Handelsvolumen von über 40 Mrd. € jährlich. Dieser Leitfaden erklärt die drei Haupttransportmodi für diesen Korridor.

Straßengüterverkehr (TIR)

Häufigste Wahl für Komplett- oder Teilladungen. Ab Istanbul (Gebze/Çerkezköy) über Kapıkule–Bulgarien–Serbien–Ungarn–Österreich nach Deutschland. Typische Laufzeit: 4–6 Werktage. FTL-Raten ca. 2.500–4.500 € je Fahrzeug. LTL wird pro ldm berechnet.

Seefracht (FCL/LCL)

Für große Mengen ohne Zeitdruck. Ambarlı (Istanbul) → Hamburg: wöchentliche Direktabfahrten und Feederdienste über Piräus. Laufzeit: 10–14 Tage. FCL-Raten 20': ca. 1.200–2.000 $; 40': ca. 1.500–2.800 $.

Luftfracht

Istanbul (IST) → Frankfurt (FRA) oder München (MUC): tägliche Belly-Cargo-Flüge, Laufzeit 1–2 Tage. Geeignet für Hochwertelektronik, Verderbliches, Eilmuster.

Zollformalitäten

Türkische Ausfuhranmeldung vor der Verladung; deutsche Einfuhranmeldung beim Zollamt. Im Rahmen der Türkei–EU-Zollunion sind die meisten Industrieerzeugnisse zollfrei. A.TR-Ursprungszeugnis für Präferenzbehandlung erforderlich.

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